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Wellasbest Platten

Woran erkenne ich Wellasbest Platten?

Eine neue Wohnanlage soll errichtet werden. Leider steht ein Einfamilienhaus im Weg. Der Bauunternehmer soll das Häuschen mal schnell mit Abreißen. So schwierig kann die Sache doch nicht sein.

Nur einmal schnell mit dem Radlader durch und fertig

Diese Meinung zum Abbruch von Gebäuden ist immer noch weit verbreitet. Was soll da schon schief gehen. Ein Radlader wird angemietet und dann geht es schon los. Man fängt von unten an der Rest wird irgendwann umfallen. Soweit die Theorie.

Die Nachbarn sind wachsam

Die meisten Bürger in unserem Land haben schon mal was von Asbest gehört und haben eine Ahnung wie das aussieht. Im Zweifel lässt man besser die Finger davon, oder ruft die Polizei. Die Polizei war dann auch schnell zur Stelle und stoppte den Abbruch.

Experten vor Ort

Unsachgemäßer Umgang mit Asbest ist eine Straftat. Polizei und Gewerbeaufsicht sind gemeinsam vor Ort um eine Bestandsaufnahme zu machen. In diesem Falle muss auch noch ein Statiker zu Rate gezogen werden. Schnell steht fest: Es handelt sich um Asbest und das Gebäude ist akut einsturzgefährdet.

Sofortige Gefahrenabwehr. Ein Konzept muss her

Das Haus könnte jeden Moment einstürzen. Eine Abstützung nach Angabe des Statikers mit geeigneten Stützen muss sofort vorgenommen werden. Das Asbest und die KMF-Dämmung darunter müssen ausgebaut werden. Weitere Gefahrstoffe sind nicht vorhanden.

Umsetzung

Das Haus kann nicht mehr betreten werden. Auch ein Gerüst lässt sich nicht mehr verwenden. Es wird entschieden die Wellasbestplatten und die Dämmung von einer Hubarbeitsbühne aus zu entfernen. Für den Fall das das Gebäude einstürzt muss die Hubarbeitsbühne im sicheren Abstand aufgestellt werden.

Schwierigkeiten

Die Tragfähigkeit der Hubarbeitsbühne ist bedingt durch die weite Ausladung begrenzt. Es kann nur ein Mann im Korb stehen. Nach dem lösen der Befestigung muss mit jeder Platte einzeln nach unten gefahren werden. Auch der Ausbau der Dämmung dauert viel länger.

Mehrkosten

Betrachtet man die Schadstoffsanierung extra, hätte man bei korrekter Vorgehensweise ca. 50 % eingespart. Bei Betrachtung der gesamten Abbruchkosten, wurden ca. 20 % mehr bezahlt als notwendig. Es hätte sich hier sicher gelohnt vorher einen Profi zu fragen.

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