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Hylotox verseucht ganzes Wohnhaus

1 Aug 2012

Hylotox verseucht ganzes Wohnhaus

Ein Altbau in Berlin. Das Dachgeschoss ist seit Jahrzehnten ungenutzt. Nun sollen hier weitere Wohnungen entstehen. Zuerst muss der ganze alte Kram raus. Abbruch kann doch jeder, meint der Bauherr. Die billigste Firma bekommt den Auftrag.

 

 


…denn sie wissen nicht was, was sie tun

Eine junge dynamische Truppe rückt an. Im Dachgeschoss soll alles raus. Eine klare Ansage des Bauherrn. Wände, Dielen, die Deckenschüttung. Da gibt es nicht viel zu überlegen. Fenster auf und raus mit dem Zeug. Ein nicht genutzter Innenhof eignet sich hervorragend zum Abwerfen der Dielenbretter.

 

Das staubt natürlich ganz ordentlich

Beim Abbruch lässt sich sowas halt nicht vermeiden. Das ganze Treppenhaus ist nach kurzer Zeit mit einer dicken Staubschicht überzogen. Dummerweise wohnen da auch noch jede Menge Leute. Die schleppen sich den ganzen Staub in die Wohnungen.

 

Da kommt jemand vorbei und hat Ahnung…

Im Dachgeschoss hängen Schilder. Hier ist ordentlich dokumentiert welches Holzschutzmittel vor gut 40 Jahren zur Anwendung kam. Die Expertin weiß sofort, hier ist ein DDT-haltiges Holzschutzmittel verwendet worden. Die kristallinen Ausblühungen auf den Balken bestätigen zusätzlich die Angaben auf dem Hinweisschild.

 

Was hat das Holzschutzmittel im Dach mit dem Staub im Treppenhaus zu tun?

Die Wirkstoffe der damals verwendeten Holzschutzmittel DDT, PCP und Lindan gasen bei Temperaturen über 25 Grad Celsius aus. Der Staub auf den behandelten Balken wird dadurch stark mit diesen gefährlichen Wirkstoffen angereichert. Häufig ist die Schadstoffkonzentration im Staub höher als im Holz selbst.

 

Die Sanierung

Der DDT belastete Liegestaub aus dem Dachgeschoß wurde aus Unwissenheit im ganzen Treppenhaus verschleppt. In einer Sofortmaßnahme werden alle Oberflächen im Treppenhaus mit speziellen Saugern gereinigt. In den Wohnungen gab es auch noch so einiges zu tun.

 

Fazit:

Die Arbeiter haben sich und andere beim unsachgemäßen Umgang mit krebserzeugenden und toxischen Gefahrstoffen gefährdet. Die Gesundheit aller Beteiligten hat gelitten. Der Bauherr hat am Ende durch die immensen Reinigungskosten und den Bauverzug nichts gespart. Das vorgeschriebene Schadstoffkataster wäre in wenigen Stunden erstellt gewesen.

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