Asbestfund beim FenstertauschIn einem Seniorenheim sollen die Fenster getauscht werden. Die Bausubstanz stammt aus den 1970er Jahren. Die Fenster sind genauso alt wie das Gebäude. Ein Tischlerbetrieb hat den Auftrag erhalten die alten Fenster auszubauen und die neuen einzusetzen. Im Zweifel jemand fragen der sich damit auskenntEs handelt sich um alte Holzfenster. Im Bereich der Brüstung ist außen eine Platte aus Asbestzement angebracht. Soviel ist bekannt und auch im LV beschrieben. Der Tischler fertigt sein Aufmaß an. Er bemerkt dass auf der Innenseite der Fensterbrüstungen ein Material verbaut ist welches sich so gar nicht nach Holz anhört. Auch die Fensterrahmen sind von innen mit diesem seltsamen Material bekleidet. Der Bauherr will kein Risiko eingehen und bestellt einen GutachterDie Fensterelemente werden genau untersucht. Die Proben in das Labor geschafft. Die Ergebnisse liegen nun vor. Außen im Bereich der Brüstung Asbestzement. Unterhalb der neuen Verfugung eine alte Fuge aus asbesthaltigen Morinol Kitt. Der Zwischenraum zwischen Fenster und Betonteil ist mit KMF-haltiger Stopfwolle gefüllt. Innen die ÜberraschungDie Fensterrahmen sind mit Sokalit Platten bekleidet. Ebenso besteht die Brüstungsplatte aus Sokalit. Der Umstand dass das Brüstungselement nun auch noch mit KMF-Dämmung isoliert wurde ändert nun auch nicht mehr viel. Es wird viel aufwändiger als gedacht. Gute Zusammenarbeit mit allen BeteiligtenSokalit zählt zu den schwachgebundenen Asbestprodukten. Der Umgang damit erfolgt als Der AusbauWie geplant gelingt es die Fensterelemente nahezu zerstörungsfrei auszubauen. Das komplette Bauteil wird verpackt und der Schwarzbereich gereinigt. Nach Entfernung der Fenster setzt der Tischler die neuen Fenster ein. Voll im Takt. |
|
Asbestfund beim Fenstertausch
Donnerstag, den 16. Juni 2011 um 09:00 Uhr
|
